Neumitglied des Monats

12. Mai 2017

Robert Neumann: Unternehmer sind die Zugpferde der Wirtschaft.

2017 soll das Comeback-Jahr der FDP werden. Damit das gelingt, bedarf es einer geschlossenen Teamleistung aller Freien Demokraten. Gefordert sind also auch die Neumitglieder, die vor kurzem noch von außen auf die Partei geschaut haben. Mit Robert Neumann aus dem Butzbacher Stadtteil Griedel stellen wir ein weiteres „Neumitglied des Monats“ vor.

Der 37-Jährige ist selbstständiger Unternehmer und weiß damit aus eigener Erfahrung, wie unmittelbar sich politische Entscheidungen auf den Arbeitsalltag auswirken können. Der gebürtige Dortmunder ärgert sich über Vorurteile, denen sein Berufsstand ausgesetzt ist und verspricht sich insbesondere von jüngeren Politikern wie FDP-Chef Christian Lindner oder dem neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron Mut zu Veränderungen.

4 Fragen an Robert Neumann

1) Warum sind Sie in die FDP eingetreten?

Weil die FDP die einzige Partei ist, die ohne ideologische Zwänge der Ansicht ist, dass sich die Wirtschaft und die Gesellschaft am besten durch individuelle Freiheit entfalten und entwickeln können. Mit meinem Unternehmen bin ich außerdem von der völlig unnötigen Arbeitsmarktreform der SPD betroffen und habe dadurch einen unverhältnismäßigen Mehraufwand im Tagesgeschäft. Hier werden von der linken Gewerkschaftsideologie Unternehmer generell kriminalisiert. Seriöse Unternehmer werden abgestempelt und müssen nun ebenso wie ein kleiner Bruchteil an unseriösen Unternehmern, denen das Gesetz gilt (und die auch dieses Gesetz leider nicht an ihrem Tun hindern wird), mit unverhältnismäßigen Hürden konfrontiert. Die Realitätsferne dieses Gesetzes zeigt mir, dass ich selbst etwas tun sollte, um etwas ändern zu können.

2) Was wollen Sie in der FDP bewegen und wie wollen Sie sich einbringen?

Ich möchte aktiv dafür eintreten, dass die gängige Meinung über Unternehmer wieder dorthin gebracht wird, wo sie hingehört: Sie sind die Zugpferde der Wirtschaft und Wachstumsmotor der Bundesrepublik und gehören nicht unter Generalverdacht von Missbrauch und Lohndumping gestellt.

3) Was ist aktuell die größte politische Herausforderung?

Die größte politische Herausforderung ist, den Zugang zur Bildung von der sozialen Stellung völlig zu entkoppeln und die Flüchtlinge zu integrieren, sodass sie nicht in die Abhängigkeit der Sozialsysteme geraten, sondern in den Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Beides ist gleich wichtig und führt zu dem, was wir in Deutschland brauchen: Arbeiter und Facharbeiter, an denen es an jeder Ecke – auch in meinem Unternehmen – mangelt.

4) Wer ist Ihr politisches Vorbild?

Da ich mich noch nicht intensiv mit der Politikgeschichte auseinandergesetzt habe, kann ich derzeit niemanden benennen, der mir ein politisches Vorbild sein könnte. Beeindruckt bin ich allerdings von Christian Lindner, der für eine neue, vielleicht etwas verjüngte, frische FDP steht. Ich denke, dass jüngere Politiker einfach mehr Energie haben, sich für Veränderung einzusetzen. Das wollen die Wähler offensichtlich auch, wie man am Aufwind der Partei sehen kann. Auf europäischer Ebene ist auch der Wahlsieg von Emmanuel Macron in Frankreich ein Beispiel dafür. Ihm traue ich viel zu, auch weil er das Wohl der Wirtschaft als Grundpfeiler für das Wohl der Allgemeinheit sieht.