LPT 2026 – A005

Antragsteller: Dr. Matthias Büger, Wolfgang Berns, René Rock, Alexander Müller

Kein Kulturkampf um (Gender-) Sprache

  1. Der Landesparteitag sieht mit Sorge, dass die deutsche Sprache immer mehr zu einem Feld eines ideologisch geführten Kulturkampfes wird, der die Spaltung der Gesellschaft vertieft. Sprache soll zuerst der Kommunikation dienen; sie soll einfach und verständlich sein. Wenn Sprache zum Erkennungszeichen politischer Gruppierungen wird, wird sie zugleich ausgrenzend und erschwert insbesondere den politischen Diskurs. Dies ist für eine liberale Demokratie nicht hilfreich.
  2. Jeder Mensch soll sprechen dürfen, wie er möchte. Die Grenzen definiert ausschließlich das Strafrecht, wie z.B. bei Beleidigungstatbeständen. Die Verwendung von Begriffen, die politisch aufgeladen sind, stehen jedem Menschen
    im Rahmen der Meinungsfreiheit zu. Dazu gehört auch die Frage, ob das generische Maskulinum, maskuline und feminine Formen oder gegenderte Begriffe verwendet werden. Die Verwendung unterschiedlicher Begriffe darf jedoch weder eine Bevorzugung noch eine Benachteiligung durch staatliche Stellen nach sich ziehen. Dies gilt auch für Prüfungsleistungen an staatlichen Bildungseinrichtungen.
  3. Behördliche Sprache hat das Ziel der Verständlichkeit und nicht das der politischen Erziehung. Deshalb muss sich die von staatlichen Stellen verwendete Sprache an den offiziellen Regeln und dem Sprachgebrauch der Mehrheit der
    Bevölkerung richten.
  4. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen besonderen Auftrag und eine besondere Verpflichtung, da er aus Pflichtbeiträgen aller Rundfunkteilnehmer finanziert wird. Er hat deshalb politische Neutralität zu wahren. Deshalb
    fordern wir, dass er sich wie staatliche Stellen an den offiziellen Regeln der deutschen Sprache und dem Sprachgebrauch der Mehrheit der Bevölkerung orientiert.