LPT 2026 – A012

Antragsteller: KV Frankfurt

Volle Kassen statt voller Räume – Universitäten fit für die Zukunft machen am Beispiel der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Die Goethe-Universität ist ein prägender Teil der Stadt Frankfurt am Main, dem wichtigsten Finanzzentrum Hessens, Deutschlands und Kontinentaleuropas, und steht in vielen Bereichen für sehr gute Forschung und Lehre. Dennoch zeigen sich in letzter Zeit vermehrt Schwachstellen und Unterfinanzierung. Wir als FDP Hessen sehen die universitäre Forschung und Lehre als herausragend wichtiges Gut für unsere Städte, das Land Hessen und die Gesellschaft insgesamt. Daher sollen mit solider Finanzierung und gleichzeitiger Priorisierung Missstände stärker bekämpft werden.

1. Kapazitäten der universitären Infrastruktur

Zuletzt zeigten sich an allen Standorten Probleme mit der Kapazität der universitären Infrastruktur. Brechend volle Mensen, frühzeitig ausverkaufte Speisenangebote schon zur Mittagszeit sowie regelmäßig unzureichend Plätze in den Bibliotheken sind unhaltbare Zustände. Gleichzeitig bilden die Öffnungszeiten der Angebote kaum die Bedürfnisse der Studierenden ab.

Die FDP Hessen fordert: 

2. Campus Bockenheim pragmatisch nutzen

Die FDP Hessen unterstützt das Ziel, den Campus Bockenheim mit kulturellem Schwerpunkt zu erneuern. Er soll zum Zentrum der Hochschulbildung im Bereich der Musik und Darstellenden Kunst werden. Die FDP fordert alle Beteiligten der Stadt Frankfurt auf, dafür die planerischen Voraussetzungen zu schaffen.

Wir bekräftigen die Forderung nach dem Abriss des Juridicums. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Vorschlag aus der Frankfurter Bürgerschaft (kulturcampus-bockenheim.de) für einen Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst umzusetzen, der als einziger weitgehend im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans und in einem überschaubaren Zeitraum das Raumprogramm der HfMDK vollständig umsetzt und so diesem einzigartigen Bildungsort die erforderliche Zukunftsperspektive eröffnet.

3. Sparpotentiale zusammen mit der Universität ausloten

Universitäten stehen stark unter finanziellem Druck. Die FDP Hessen kritisiert stark die Einsparungen der Landesregierung Hessen, die mit den Hochschulen genau den falschen Haushaltsplan treffen. 

Dennoch sollte die Politik mit den Universitäten – gerade vor dem Hintergrund der grundgesetzlichen Hochschulfreiheit – gemeinsam ausloten, wo Sparpotentiale oder Einnahmequellen erschlossen werden können. Insbesondere sollten Stadt und Land mit der Universität folgende Maßnahmen in den Blick nehmen:

die Beendigung aller kostenpflichtigen Bezüge von Literatur und Gesetzestexten, die frei zugänglich im Internet zur Verfügung stehen – die Reduktion von neu angeschafften Präsenzbeständen in Bezug auf fortlaufend aktualisierte bzw. regelmäßig neu aufgelegte Fachliteratur, soweit diese auch online über das Frankfurter Suchportal / das OPAC-System der Universität abgerufen werden kann; insgesamt sollte die Universität ihre Bestände zunehmend auf digitale Zugänge konzentrieren