Schluss mit dem Sparkurs bei den hessischen Hochschulen
Exzellente Ausbildung und Spitzenforschung sind unabdingbare Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und zukünftigen Wohlstand unseres Landes. Aber gerade dies gefährdet die Landesregierung mit ihrem Sparkurs bei der Hochschulfinanzierung. Denn der im Juli 2025 unterzeichnete Hochschulpakt sieht für das Jahr 2026 Einsparungen von rund 30 Millionen Euro vor. Im Folgejahr kehren die Budgets zwar wieder auf den Stand von 2025 zurück, aber erst ab 2028 können die Hochschulen bei positiver Finanzlage wieder mit Aufwüchsen rechnen. Inflationsbedingte Sachkostensteigerungen und Tariferhöhungen werden aber auch dann nicht ausgeglichen. Dies bedeutet nach Einschätzung der hessischen Universitätspräsidenten, dass den Hochschulen bis Ende 2031 ein hoher dreistelliger Millionenbetrag fehlen wird. Die Folgen: Stellensperren und Stellenabbau, enorme Schwierigkeiten bei der Besetzung von Professuren mit Spitzenforschern, Aufgabe von Forschungsprojekten, Schließung ganzer Institute und die Einstellung von Studiengängen. Damit hat die Landesregierung eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die der hessischen Hochschullandschaft unwiederbringbaren Schaden zufügen wird.
Der Landesparteitag fordert daher die Landesregierung zur Nachbesserung dieses Hochschulpakts auf, wobei sicherzustellen ist, dass durch Zuwächse der Sockelbudgets zumindest die Inflationsrate und die Tariferhöhungen ausgeglichen werden.
