Cohn-Bendit als Redner ungeeignet

30. September 2016

Anlässlich der Feierstunde in der Paulskirche zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober in Frankfurt erklärt die Generalsekretärin der FDP Hessen Bettina Stark-Watzinger: „Die Spitzen des hessischen FDP-Landesverbands und der Landtagsfraktion werden nicht an den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in Frankfurt teilnehmen. Damit wollen wir ein klares Signal setzen, dass wir der Überzeugung sind, dass Cohn-Bendit eindeutig der falsche Redner für dieses besondere Ereignis ist und bereits die Einladung an ihn, die Festrede zu halten, als misslungene Provokation seitens des Frankfurter Oberbürgermeisters zu werten ist. Von allen Gründen, die Cohn-Bendit offensichtlich zu einer ungeeigneten Person für einen solchen Anlass machen, möchten wir insbesondere seine politische Einstellung zur Wiedervereinigung hervorheben: Denn der Grüne lehnte 1990 wie viele in seiner Partei die Einheit aus ideologischen Gründen ab und setzte wenige Monate vor der Wiedervereinigung sogar im rot-grünen Magistrat durch, dass der 17. Juni in Frankfurt nicht länger dem Gedenken an die Opfer des Aufstands von 1953 gewidmet werden sollte. Insofern ist die Entscheidung von Feldmann, Cohn-Bendit an diesem für unser Land so wichtigen Datum in der Paulskirche sprechen zu lassen, ein bedauerlicher Fall von Geschichtsvergessenheit, den wir nicht unterstützen möchten.“

Weiter erklärt Stark-Watzinger:

„Damals wie heute sind die Freien Demokraten stets bereit, auch über das Thema Wiedervereinigung mit Andersdenkenden leidenschaftlich zu diskutieren. Jedoch ist eine Feierstunde sicherlich nicht der geeignete Anlass für eine politische Auseinandersetzung – auch wenn die Organisatoren dies offensichtlich missverstanden haben. Vielmehr möchten wir diesen Tag nutzen, um die Faszination für die Freiheit zu bewahren und die Erinnerung an die jüngere deutsche Geschichte wachzuhalten. Denn den Menschen, die den Mut aufbrachten, für die Freiheit auf die Straße zu gehen, sind auch wir in Hessen heute noch zu Dank verpflichtet.“