FDP Hessen wählt Johanna von Trotha zur neuen Generalsekretärin
- Partei stärker und schlagkräftiger machen
- FDP startet in den Landtagswahlkampf
- Hessen zum Bildungsland Nummer eins machen
Johanna von Trotha ist neue Generalsekretärin der FDP Hessen. Die Delegierten des FDP-Landesparteitags in Gießen wählten die 40-Jährige aus dem Kreis Groß-Gerau heute mit 80,9 Prozent in das Amt. Sie folgt auf Alexander Müller, der den Generalsekretärsposten zur Verfügung gestellt hatte, um sich stärker auf die Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu konzentrieren.
Johanna von Trotha betonte in ihrer Vorstellungsrede, sie verstehe sich nicht als „Einpeitscherin“, sondern als organisatorische, verbindende und stabilisierende Kraft. „Ich will meinen Beitrag leisten, um die FDP Hessen stärker und schlagkräftiger zu machen. Wenn wir nah bei den Menschen sind, wenn wir ihre Sorgen ernst nehmen und pragmatische Lösungen anbieten, dann sind wir erfolgreich“, betonte sie und ergänzte: „Die politischen Gegner sitzen in den anderen Parteien, die dem Land mit immer mehr Bürokratie, mit Bevormundung und mit wirtschaftlicher Konzeptlosigkeit die Luft zum Atmen nehmen. Wir trauen den Bürgerinnen und Bürgern zu, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.“
Johanna von Trotha ist als FDP-Kreisvorsitzende in Groß-Gerau und Fraktionsvorsitzende in Ginsheim-Gustavsburg fest an der kommunalpolitischen Basis verankert. Dem Präsidium der FDP Hessen gehörte sie bislang als Beisitzerin an. In diesem Amt folgt ihr nach Votum des Parteitags Isabel Schnitzler, die zuletzt Europabeauftragte des FDP-Landesvorstands war. Auf diesen Posten wurde nun Marina Sedlo gewählt.
Die Liberalen richten den Blick jetzt auf die Landtagswahl 2028. „Der Landtagswahlkampf ist eröffnet“, erklärte Landesvorsitzender Thorsten Lieb in seiner Rede, die entsprechend unter dem Motto „Hessen auf die 1“ stand. „Die Hessische Landesregierung macht Politik viel zu gemächlich und mit viel zu wenig Ambitionen. Da geht mehr. Es braucht eine politische Kraft, die antreibt“, sagte Lieb. Ausdruck der schlechten Leistung der Landesregierung seien unter anderem das unterdurchschnittliche hessische Wirtschaftswachstum und die Kürzungen der Landesregierung bei der Bildung, vor allem bei der digitalen Schulbildung. „Digitale Bildung gehört flächendeckend eingeführt und nicht abgeschafft“, forderte Lieb. Damit einhergehend beschlossen die Freien Demokraten ihren Leitantrag „Leistung muss sich wieder lohnen – Hessen zum Bildungsland Nummer eins machen“.
